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Handel mit gefälschten Zigaretten

Rund 80 Prozent der geschmuggelten Zigaretten, die im Jahr 2009 von Strafverfolgungsbehörden beschlagnahmt wurden und einen Markennamen von Philip Morris International trugen, waren Fälschungen unserer berühmten Marken.

Der Handel mit gefälschten Zigaretten ist seit Jahren ein großes Problem und darüber hinaus ein wachsendes internationales Problem. Tabakherstellern wie uns entstehen hierdurch Einbußen in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro pro Jahr.

Nicht nur, dass Rauchern gefälschte Zigaretten untergejubelt werden, der Handel mit gefälschten Zigaretten unterstützt zudem das organisierte Verbrechen. Laut einem Sprecher der britischen Grenzschutzorganisation ist "Zigarettenschmuggel ein ernst zu nehmendes organisiertes Verbrechen, das häufig der Finanzierung von weitaus schwereren Straftaten dient, zum Beispiel Drogen- und Menschenhandel."[1]

Ebenso gravierend ist die Tatsache, dass gefälschte Zigaretten oft von schlechter Qualität sind und nicht den gesetzlichen und brancheninternen Standards entsprechen. "Viele gefälschte Zigaretten werden in illegalen Fabriken in Übersee hergestellt. Dabei werden giftige Tabakblätter verwendet, die die gesundheitlichen Risiken des Rauchens erheblich verschlimmern. Diese Zigaretten enthalten zudem weitaus höhere Teer-, Nikotin-, Kohlenmonoxid-, Blei-, Cadmium- und Arsenwerte als die echten Markenzigaretten", so der britische Zoll. [2] Darüber hinaus handeln sich Kunden mit dem Kauf von gefälschten Zigaretten Waren ein, die unter unhygienischen Bedingungen transportiert und gelagert wurden.

Was kann dagegen unternommen werden?

  • Regierungen sollten anerkennen, dass Markenpiraterie von Zigaretten eine schwerwiegende Straftat ist. Das Problem sollte denselben Stellenwert haben wie das organisierte Verbrechen.
  • Die Befugnisse der Zollbehörden zur Bekämpfung des illegalen Handels mit gefälschten Zigaretten sollten ausgebaut werden.
  • Um den Handel mit gefälschten Zigaretten erfolgreich zu bekämpfen, bedarf es zusätzlicher Strafverfolgungsressourcen.
  • Und nicht nur die gefälschten Waren selbst, sondern auch die zu ihrer Herstellung verwendeten Geräte und Maschinen sollten beschlagnahmt und vernichtet werden.
  • Die Konsumenten müssen nicht tatenlos zusehen: Sie können beim Kauf wachsamer sein und nur Produkte von legalen Tabakhändlern erwerben.

Fälschern kann erst dann das Handwerk gelegt werden, wenn jedem bewusst ist, welch schwerwiegendes Problem Markenpiraterie darstellt.

[1] The Observer (2009)

[2] www.4NI.co.uk, Government warns of hazardous fake cigarettes (2004)