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Klagen gegen die Tabakindustrie stellen nicht die beste Maßnahme dar, die Ziele der Tabakkontrolle zu verwirklichen.
Klagen sind teuer, ineffizient und häufig eine Verschwendung von Zeit und Geld.
In den vergangenen fünfzig Jahren haben Raucher in den USA tausende Male gegen Tabakunternehmen geklagt. In nur wenigen Fällen waren sie vor Gericht erfolgreich.
In Klagen, die außerhalb der USA gegen Philip Morris International und andere Tabakunternehmen eingereicht wurden, waren Kläger ebenfalls wenig erfolgreich.
Vor allem ist es aber überhaupt nicht notwendig, Klagen anzustrengen:
Eine effektive Kontrolle der Tabakindustrie lässt sich nicht mit Klagen, sondern vielmehr durch wirksame Regulierung erreichen. Daher sind wir der Meinung, dass eine starke und effektive Regulierung der Tabakindustrie eine weitaus sinnvollere Lösung darstellt – und zwar für alle Beteiligten – als teure, zeitaufwändige und oftmals ineffektive Gerichtsverhandlungen.
Siehe unten für weitere Informationen über Haftungsklagen im Zusammenhang mit Rauchen und Gesundheit.
Einzelklagen
Der Großteil der außerhalb der USA geführten Klagen gegen die Tabakindustrie waren Einzelklagen. In diesen Fällen geht es um Raucher, die einen oder mehrere Zigarettenhersteller wegen einer Krankheit verklagen, die ihrer Ansicht nach durch das Rauchen verursacht wurde. Gerichte in vielen verschiedenen Ländern haben einen Großteil dieser Klagen abgewiesen.
So haben wir Einzelklagen in den verschiedensten Ländern erfolgreich abgewehrt, darunter Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Israel, Italien, Kasachstan, den Philippinen, Polen, Spanien und der Türkei. Andere Zigarettenhersteller können ähnliche Ergebnisse vorweisen.
In einigen wenigen Fällen wurden Urteile gegen Zigarettenhersteller in erster Instanz gefällt, diese Entscheidungen wurden jedoch später durch zweitinstanzliche Gerichte wieder aufgehoben. Brasilien ist das einzige Land, in dem solche Urteile zu Lasten von Zigarettenherstellern von einer höheren Instanz nicht wieder aufgehoben wurden.
Sammelklagen
Bei Sammelklagen – den so genannten Class Action-Verfahren – bemühen sich Gruppen von Personen, die angeblich durch Zigarettenunternehmen geschädigt wurden, ihre Ansprüche in einer einzigen Klage vorzubringen. In manchen Ländern reichen Verbraucherschutzorganisationen solche Klagen im Namen ihrer Mitglieder ein.
Derzeit sind Sammelklagen in drei Ländern anhängig: Brasilien, Kanada und Israel. Bisherige Bemühungen, solche Klagen in Brasilien, Kanada, Nigeria, Spanien und Großbritannien zu führen, sind gescheitert.
Das einzige Urteil zu Lasten eines Tochterunternehmens von Philip Morris International in einer Verbrauchersammelklage in Brasilien war nach Berufung aufgehoben und für das weitere Verfahren an das erstinstanzliche Gericht zurückgewiesen worden.
Kostenerstattung für Ausgaben des Gesundheitswesens
In Klagen dieser Art versuchten Regierungen, Versicherungsunternehmen oder Organisationen im Gesundheitswesen, die Kosten für die medizinische Versorgung von Personen erstattet zu bekommen, die nach ihrer Aussage auf Grund des Rauchens erkrankt sind.
Klagen dieser Art wurden in Kanada, Frankreich, Israel, Nigeria, Spanien und den Marshall-Inseln vorgebracht. In Frankreich, Israel, Nigeria, Spanien und den Marshall-Inseln wurden sie abgewiesen.