Worauf kommt es bei der Bewerbung fürs Graduate Program von Philip Morris an? Talent-Acquisition-Expertin Debora Kimmich gibt hilfreiche Einblicke in Bewerbung, Assessment Day & Karrierechancen.
Du hast dein Studium abgeschlossen, bist neugierig, ambitioniert – und willst mehr als nur einen „ersten Job"? Dann könnte das “Future in Progress” Graduate Program von Philip Morris International genau das Richtige für dich sein.
Das Programm richtet sich an Hochschulabsolventen mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung und bietet einen strukturierten Einstieg über 24 Monate – mit drei Rotationen à acht Monate in unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Von Marketing über Finance bis hin zu Sales: Du arbeitest von Tag eins an echten Projekten, übernimmst Verantwortung und wirst gezielt auf weiterführende Rollen vorbereitet.
Aber wie läuft der Bewerbungsprozess eigentlich genau ab? Was wird im Online-Test geprüft? Und worauf kommt es beim Assessment Day wirklich an? Wir haben jemanden gefragt, die es wissen muss: Debora Kimmich ist Talent Acquisition Executive bei der Philip Morris GmbH und verantwortet den Auswahlprozess für das Graduate Program in Deutschland. Im Interview gibt sie Einblicke – und räumt mit ein paar Mythen auf.
Debora, wie viele Bewerbungen bekommt ihr jedes Jahr ungefähr – und wie viele Plätze gibt es?
Debora: Das variiert von Jahr zu Jahr. Dieses Jahr gab es in Deutschland rund 15 offene Positionen im Graduate Program – und darauf haben sich mehrere hundert Personen beworben.
Der erste Filter: Was der Online-Test wirklich prüft
Nach der Bewerbung kommen Online-Tests. Welche Art von Tests sind das – und was wird geprüft?
Unser Online-Assessment ist ein sogenannter SHL-Test, ein weit verbreitetes Auswahlverfahren. Dabei geht es einerseits um kognitive Fähigkeiten, andererseits aber auch um Persönlichkeitsmerkmale. Im Persönlichkeitsteil schauen wir uns zum Beispiel an, wie gut jemand zu unserer Unternehmenskultur und zur -DNA passt.
Dein ehrlicher Tipp: Wie sollte man sich auf die Online-Tests vorbereiten?
Auf den analytischen Teil kann man sich durchaus vorbereiten – es gibt online ähnliche Testformate, mit denen man gut üben kann. Beim Persönlichkeitsteil gilt aber ganz klar: ehrlich antworten. Denn am Ende geht es nicht nur darum, ob jemand zum Unternehmen passt, sondern genauso darum, ob das Unternehmen zur Person passt. Sich in eine Kultur „hineinzutesten", die gar nicht zur eigenen Persönlichkeit passt, hilft langfristig niemandem.
Ein ganzer Tag unter der Lupe: So läuft der Assessment Day
Letzte Runde: der Assessment Day. Wie läuft der Tag ab?
Der Assessment Day findet in der Regel vor Ort im Büro statt und dauert einen ganzen Tag. Das hat einen guten Grund: So bekommen Bewerber direkt ein Gefühl für die Arbeitsumgebung und lernen das Unternehmen schon vor dem ersten Arbeitstag kennen.
Los geht's meist mit einer Unternehmenspräsentation, einer Begrüßung und einer Vorstellungsrunde der Assessoren – also der Personen, die die Kandidaten über den Tag hinweg begleiten und bewerten.
Danach folgen die eigentlichen Übungen. Dazu gehören in der Regel eine Gruppenübung, ein Business Case und schließlich das Interview.
Wie kann man sich auf das Assessment Center vorbereiten?
Wer es bis zum Assessment Day geschafft hat, hat bereits in mehreren Schritten gezeigt, dass viel Potenzial da ist. Deshalb mein Rat: Gut vorbereitet erscheinen, ausgeschlafen sein, sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben – und dann vor allem authentisch bleiben.
Wenn es vorab Materialien gibt, etwa für einen Business Case, sollte man die natürlich ernsthaft durcharbeiten. Gleichzeitig ist es wichtig, sich bewusst zu machen: Nicht nur das Unternehmen prüft die Kandidaten, auch Bewerber sollten für sich herausfinden, ob das Umfeld wirklich zu ihnen passt.
Wie sehr zählen Studiengang, Abschluss und Noten?
Sie spielen eine Rolle, aber nicht allein. Noten sind kein Ausschlusskriterium, und ein Masterabschluss kann helfen. Auch mit Bachelor stehen die Chancen gut. Letztlich ist es immer das Gesamtprofil, das zählt. Entscheidend ist besonders, was jemand an Erfahrung, Engagement und Potenzial mitbringt.
Wie wichtig sind Auslandserfahrung und Praktika?
Internationale Erfahrung ist für das Graduate Program auf jeden Fall relevant. Ob durch ein Auslandssemester, ein Praktikum im Ausland oder einen internationalen Studienhintergrund. Philip Morris International ist ein globales Unternehmen, und es ist wichtig, dass sich Bewerber in einem internationalen Umfeld sicher bewegen können. Praktische Erfahrungen neben dem Studium sind natürlich ebenfalls ein Plus.
Was ist mit dem Führerschein – braucht man den wirklich?
Ja, für das Graduate Program ist ein Führerschein tatsächlich wichtig. Der Grund: Jede Person durchläuft im Programm mindestens eine Rotation im Außendienst. Und dafür ist ein Führerschein zwingend notwendig.
Wie wichtig ist es, sich vorher mit der Transformation von Philip Morris auseinandergesetzt zu haben?
Definitiv wichtig. Wer sich bewirbt, sollte wissen, wofür das Unternehmen steht und wohin die Reise geht. Natürlich muss niemand jede Zahl auswendig kennen, aber man sollte sich ernsthaft mit dem Unternehmen, seiner Vision und den Themen beschäftigt haben. Gerade im Gespräch mit den Fachbereichen merkt man schnell, ob jemand wirklich vorbereitet ist oder eher mit einer austauschbaren Standardmotivation ins Interview geht.
Drin! – Was Graduates im Programm erwartet
Wie viel verdient man als Graduate?
Das Graduate Program bietet ein sehr attraktives Gesamtpaket – sowohl finanziell als auch in Bezug auf die Entwicklungsmöglichkeiten. Aktuell liegt das Einstiegsgehalt bei 72.000 Euro.
Zu den drei Rotationen in 24 Monaten: Wie wird entschieden, welche Bereiche jemand durchläuft?
Die Rotationen werden auf Basis der Vorerfahrung, Interessen und Stärken der jeweiligen Person geplant, vor allem die erste Station. Ziel ist es, einen sinnvollen Mix aus persönlichem Profil und Businessbedarf zu finden.
Wo landen Graduates nach dem Programm typischerweise – und werden sie übernommen?
Das Programm soll eine interne Talentpipeline aufbauen. Die Übernahmechancen sind daher sehr gut. Schon bei früheren Trainee-Formaten war es so, dass die Fachbereiche großes Interesse daran hatten, gut entwickelte Talente direkt zu übernehmen. Die Graduates starten nach dem Programm auf einem anspruchsvollen Level und sollen gezielt auf weiterführende Rollen vorbereitet werden. Das Programm ist also klar darauf ausgelegt, Nachwuchstalente zu entwickeln, mit dem Ziel, sie langfristig im Unternehmen zu halten und weiterzuentwickeln.