- Erste deutschlandweite Studie zur Verfügbarkeit von tabakfreien Nikotinbeuteln: Im Juli und August 2025 hat das Marktforschungsinstitut Ipsos die Verfügbarkeit von tabakfreien Nikotinbeuteln in 24 Städten in ganz Deutschland untersucht.
- Ein Drittel der forensisch untersuchten Produkte sind Fälschungen: Für die Organisierte Kriminalität ist der Vertrieb von Fälschungen ein hochprofitables Geschäft - ohne jegliche staatliche Regulierung wird der Verbraucher- und Jugendschutz untergraben. Die Gewinne dienen auch zur Finanzierung anderer Kriminalitätsbereiche wie Drogen-, Waffen- sowie Menschenhandel.
- Bundesweit einfach verfügbar: Fast in jedem sechsten untersuchten Geschäft werden tabakfreie Nikotinbeutel trotz de-facto Verbot angeboten, ohne klare Regulierung bleibt Marktüberwachung chancenlos.
- Philip Morris, Branchenvertreter und Zollgewerkschaft fordern eine klare Regulierung im Tabakrecht, um Schwarzmarkt und die Organisierte Kriminalität einzudämmen sowie einen effektiven Jugend- und Verbraucherschutz gewährleisten zu können.
Gräfelfing, 03. März 2026 – Eine aktuelle bundesweite Ipsos-Studie im Auftrag von Philip Morris International (PMI) zeigt: Trotz de-facto Verbot sind tabakfreie Nikotinbeutel in Deutschland weit verbreitet – ein Drittel der untersuchten Produkte sind Fälschungen. Die bestehende Nachfrage wird nachweislich über inoffizielle Vertriebswege und den Schwarzmarkt bedient. So belegt die Untersuchung, dass tabakfreie Nikotinbeutel bereits in 15,8 Prozent der kleinen unabhängigen Verkaufsstellen und Tabakfachgeschäfte angeboten werden. Nur eine sinnvolle staatliche Regelung, inklusive Nikotinobergrenzen und Bestimmungen zu Inhaltsstoffen und Verpackungsaufmachung, garantiert Jugendschutz und die Einhaltung von Qualitätsstandards. Darüber hinaus sorgt eine angemessene Besteuerung der Produkte für zusätzliche Steuereinnahmen für den Bund. Die aktuelle Situation oder ein Verbot führen nur dazu, dass die organisierte Kriminalität als Einzige profitiert.
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung konsumierten 2022 bereits zwei Prozent der Bevölkerung Nikotinbeutel regelmäßig, 14 Prozent probierten sie schon aus1. Das entspricht einer Anzahl von über 1,5 Millionen regelmäßiger Konsumenten bzw. über elf Millionen Menschen, die die Produkte mindestens einmal konsumiert haben. Es ist davon auszugehen, dass diese Zahlen mittlerweile noch angestiegen sind. Verschiedene Gerichtsurteile und Behörden stufen tabakfreie Nikotinbeutel rechtlich als Lebensmittel ein, was ein de-facto Verbot darstellt. Dies spielt der Organisierten Kriminalität in die Hände, die die hohe Nachfrage bedient und erhebliche Gewinne erzielt.
[1] BfR (2023): ”ne dicke Lippe riskieren?” – Nikotinbeutel, in: BfR2GO, 1/2023, S. 32-35
Hohes Maß an Fälschungen mit Schäden für Gesellschaft, Handel und Verbraucher
Forensische Untersuchungen der angebotenen tabakfreien Nikotinbeutel zeigen: Ein Drittel aller untersuchten Produkte sind Fälschungen. Das entspricht bezogen auf die Gesamtstichprobe jeder siebten Packung.
Bei gefälschten Produkten handelt es sich um Erzeugnisse, die unter widrigen Umständen hergestellt werden und keinerlei Produktions- und Qualitätskontrollen unterliegen. Für Händler und Verbraucher ist gleichermaßen meist nicht erkennbar, ob es sich um gefälschte Produkte handelt.
Die Preise für gefälschte tabakfreie Nikotinbeutel sind laut Ipsos-Umfrage hoch – aktuell über 9,00 Euro. Sie liegen bei einem Vielfachen der Produktionskosten, damit werden die Produkte fast doppelt so teuer verkauft, wie im benachbarten Österreich, wo die tabakfreien Nikotinbeutel schon im Markt erhältlich sind und durchschnittlich für circa 6,00 Euro legal verkauft werden.Das macht sie für die Organisierte Kriminalität hochprofitabel und noch interessanter als Zigaretten. Hier liegt der illegale Gewinn für gefälschte Packungen mit zwei bis drei Euro weit darunter.
„Die Studie belegt eindrucksvoll, dass bereits ein etablierter Markt für tabakfreie Nikotinbeutel existiert – Tendenz steigend! Das aktuelle Verbot fördert illegale Strukturen und den Handel mit Produktfälschungen. Wir brauchen eine Regulierung, die Verbraucherschutz, Jugendschutz und Steuergerechtigkeit sicherstellt – und zwar jetzt“, so Tammo Körner, Senior Manager Fiscal Affairs & Illicit Trade Prevention, Philip Morris GmbH. „Wie wir am Beispiel von Schweden sehen, kann durch eine gezielte Regulierung von Nikotinbeuteln die Raucherprävalenz gesenkt werden. Deutschland sollte dieses Potenzial nutzen.“
Etablierter Schwarzmarkt: Ohne klare Regulierung bleibt Marktüberwachung chancenlos
Wie etabliert der Schwarzmarkt für tabakfreie Nikotinbeutel inzwischen ist, zeigt auch die Studie. So wurden in fast 16 Prozent der Verkaufsstellen tabakfreie Nikotinbeutel zum Verkauf angeboten. „Die aktuelle Rechtslage ist für Handel, Behörden und Verbraucher gleichermaßen untragbar“, so Matthias Junkers, Geschäftsführer vom Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller e.V. (BDTA). „Wer daran glaubt, dass die Menschen keine tabakfreien Nikotinbeutel kaufen, nur weil diese verboten sind, ist auf dem Holzweg.“
Steffen Kahnt, Geschäftsführer vom Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) ergänzt: „Die Produkte boomen trotz fehlender Zulassung. Wer auf Prohibition setzt, setzt auf Mafia statt auf Einzelhandel, setzt auf Schwarzmarkt statt auf Steuereinnahmen, setzt auf Verwahrlosung statt auf Jugendschutz.“
Klare Regulierung im Tabakrecht für effektiven Jugend- und Verbraucherschutz und Eindämmung des Schwarzmarktes
„Die Nachfrage existiert und wird über den Schwarzmarkt bedient. Was es braucht, ist eine klare Regulierung tabakfreier Nikotinbeutel, die den Beamtinnen und Beamten von Kontroll- und Sicherheitsbehörden die entlastende Rechtssicherheit verschafft, um besser gegen den illegalen Handel mit tabakfreien Nikotinbeuteln vorgehen zu können. Das Tabakerzeugnis- und Tabaksteuergesetz bieten die nötige Struktur, um den Schwarzmarkt einzudämmen, Jugend- und Verbraucherschutz durchzusetzen, dem Handel klare Vorgaben zu geben und darüber hinaus wichtige Steuereinnahmen zu sichern.“, so Thomas Liebel, Bundesvorsitzender der BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft.
Zur Erhebung:
Das Institut Ipsos hat im Auftrag von Philip Morris International von Juli bis August 2025 eine bundesweite Handelsanalyse durchgeführt. Untersucht wurden 1.256 kleine unabhängige Verkaufsstellen und Tabakfachgeschäfte in 24 Städten, um die Verfügbarkeit von tabakfreien Nikotinbeuteln zu ermitteln. Zusätzlich erfolgten in Stichproben forensische Untersuchungen. Alle bundesweiten Schwerpunktgebiete wurden durch die Untersuchung abgedeckt.
Aktueller Hinweis über das Prüfverfahren in den U.S.A.:
Philip Morris International fordert in den U.S.A. die Zulassung der tabakfreien Nikotinbeutel ZYN als „Modified Risk Tobacco Product“ / MRTP („Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko“)
Im Rahmen eines Prüfverfahrens der U.S.-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA legte PMI am 22. Januar 2026 dem „Tobacco Products Scientific Advisory Committee“ (TPSAC) der FDA wissenschaftliche Daten hierzu vor.
Das Gremium bestätigte, dass die von Philip Morris vorgelegten Daten darauf hinweisen, dass die vorgeschlagene Aussage zum „Modified Risk“ wissenschaftlich zutreffend ist.
Es wurde auch bestätigt, dass die Prävalenz des Konsums von Nikotinbeuteln unter Jugendlichen in den USA derzeit relativ gering ist und die Einordnung als „Modified Risk Tobacco Product“ nicht zu einer erhöhten Nutzungsabsicht bei jungen Erwachsenen führe.
Und dass Verbraucherinnen und Verbraucher verstehen, dass die tabakfreien Nikotinbeutel ZYN nicht risikofrei sind, das Erkrankungsrisiko nach einem vollständigen Umstieg jedoch im Vergleich zum fortgesetzten Zigarettenkonsum deutlich geringer ist.
Dieser Zulassungsprozess läuft aktuell und ist noch nicht abgeschlossen.
Im Januar 2025 wurde ZYN als erster Nikotinbeutel in den U.S.A. von der FDA für die Vermarktung zugelassen.
Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press:
What to know about FDA’s review of new Zyn advertising proposal
Pressekontakt
Philip Morris GmbH
Pressestelle
E-Mail: presse.pmg@pmi.com
Website: philipmorris.de | pmi.berlin
Philip Morris International: Ein globaler Vorreiter für eine rauchfreie Zukunft
Philip Morris International (PMI) ist ein führendes internationales Konsumgüterunternehmen, das sich aktiv für eine rauchfreie Zukunft einsetzt und plant, sein Portfolio langfristig auf Produkte außerhalb des Tabak- und Nikotinsektors auszuweiten. Das derzeitige Produktportfolio des Unternehmens besteht in erster Linie aus Zigaretten und rauchfreien Produkten, wie Tabakerhitzern, Nikotinbeuteln und E-Zigaretten. Die rauchfreien Produkte von PMI sind in mehr als 105 Märkten erhältlich und wurden nach Schätzungen von PMI zum 31. Dezember 2025 von mehr als 43 Millionen volljährigen Konsumenten und Konsumentinnen in aller Welt genutzt – viele davon haben das Rauchen aufgegeben oder ihren Zigarettenkonsum deutlich reduziert. Das Geschäft mit rauchfreien Produkten machte im Gesamtjahr 2025 41,5 Prozent des gesamten Nettoumsatzes von PMI aus. Seit 2008 hat PMI mehr als 16 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung, wissenschaftliche Bewertung und Vermarktung innovativer rauchfreier Produkte für Erwachsene investiert, die sonst weiter rauchen würden, mit dem Ziel, den Verkauf von Zigaretten vollständig einzustellen. Dazu gehört der Aufbau erstklassiger wissenschaftlicher Bewertungskapazitäten, insbesondere in den Bereichen präklinische Systemtoxikologie, klinische und Verhaltensforschung sowie Studien nach der Markteinführung. Nach eingehender wissenschaftlicher Prüfung hat die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA für General Snus und die Nikotinbeutel der Marke ZYN von Swedish Match sowie Geräteversionen von IQOS und die dazugehörigen Tabaksticks von PMI eine Marktautorisierung ausgesprochen – die erste dieser Art in den jeweiligen Kategorien überhaupt. Bestimmte Versionen der IQOS Tabakerhitzer, seiner Consumables und das Produkt General Snus erhielten von der FDA auch die ersten Autorisierungen als Tabakprodukt mit modifiziertem Risiko (MRTP). Verweise auf „PMI“, „wir“, „unser“ und „uns“ beziehen sich auf Philip Morris International Inc. und seine Tochtergesellschaften. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.pmi.com und www.pmiscience.com.
Über die Philip Morris GmbH (PMG)
Die 1970 in Deutschland gegründete Philip Morris GmbH ist ein Unternehmen von PMI. Mit einem Marktanteil von 38,4 Prozent im Jahr 2024 ist das Unternehmen bereits seit 1987 Marktführer auf dem deutschen Zigarettenmarkt. Das derzeitige Produktportfolio besteht aus Zigaretten und rauchfreien Produkten wie Tabakerhitzern und E-Zigaretten.